Bits & Pieces Challenge

Ich.

Ich.
Ein eigenartiges Wort. So kurz und doch prägnant. So aussagekräftig. So oft gesprochen von vielen Menschen und doch individuell. Ein Wort, 7 473 700 122 Bedeutungen.

Jeder nimmt diesen Begriff täglich 100fach in den Mund. Macht sich aber nicht wirklich Gedanken über die Bedeutung. Auch ich nicht. Ab und zu stellt man sich dann doch die Frage, was dieses Wörtchen, denn für einen selbst bedeutet.
Wer bin ich eigentlich. Bin ich so wie ich bin perfekt?
Irgendwie nicht. Wäre ja auch langweilig. Dann würde man stehen bleiben, zufrieden sein und immer derselbe bleiben. Will man aber doch nicht. Man will sich verändern, ein besserer Mensch werden. Ideale verfolgen. Ziele setzen. Ziele erreichen.
Natürlich sollte man dankbar sein, so wie man ist. Aber doch nicht zufrieden.
Kein Mensch ist perfekt. Geht das überhaupt. Kann irgendjemand perfekt sein? Makellos, fehlerfrei?
Ich denke nicht. Gut so. Finde ich.
Die Welt bleibt auch nie stehen. Sie entwickelt sich immer fort.
Damit will ich niemanden kritisieren, jeder soll sich toll finden. Das steht außer Frage.
Aber immer dieses Gerede in den Medien, du bist perfekt so wie du bist. Für mich ist das irgendwie ein Widerspruch.

Natürlich soll man sich lieben, so wie man ist, auch seine Ecken und Kanten. Jeder hat diese und genau das macht es Unmöglich perfekt zu sein. Ist es überhaupt erstrebenswert perfekt zu sein?
Sind es nicht gerade die Makel, die den Menschen einzigartig machen, aus ihm was Besonderes kreieren. Macht uns das nicht anziehend für den anderen. Ist nicht gerade das, das Spannenende am Leben. Wären wir alle perfekt, wären wir doch alle die Gleichen.

Und ab welchem Zeitpunkt könnte man sagen, man ist perfekt. Selbstentwicklung spielt sich dich das ganze Leben ab. Von Geburt bis zum Tod.

Vielleicht. Irgendwann. Ich weiß es nicht, gibt man auf, nach Idealen zu streben. Gibt sich zufrieden und bleibt still.
Für mich nicht erstrebenswert. Ich will mich, mein Leben lang weiterentwickeln. Meinen Idealen nacheifern. Meine Ziele, meine Träume erfüllen. Dankbar für mich und mein Wesen sein. Aber nie zufrieden.
Und deswegen habe ich vor, mir vielleicht jeden Monat, jedes viertel Jahr oder wie auch immer, ein paar Aufgaben zu stellen, die mich und meine Persönlichkeit weiterentwickeln. Herausforderungen, die mich vielleicht an meine Grenzen bringen, die mir aber weiterhelfen mich selbst und meinen Weg zu finden. Ich hoffe, dass ich euch vielleicht ein paar Anregungen liefern und euch damit inspirieren kann.

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8 Comments

  • Reply
    Julia
    12/01/2017 at 18:15

    Sehr schöner Beitrag. Hier schaue ich öfter mal vorbei 🙂
    Grüße
    Julia
    http://www.aboutjulia.de

  • Reply
    Miriam
    12/01/2017 at 20:22

    Eine schöne Vorstellung! 🙂 Mir sind die Gedanken auch schon sehr oft durch den Kopf gegangen: Wie entwickle ich mich in dieser chaotischen Welt? Ist man nur langweiliger Mitläufer oder leistet man tatsächlich auch einen echten Beitrag? Hm… ich freu mich jedenfalls auf viele spannende Beiträge von dir! 😉

    GLG Miriam
    http://www.enemenemimi.com

  • Reply
    Jasmin
    18/01/2017 at 16:31

    Liebe Anna Lucia,
    ich finde es sehr gut, dass du dich immer wieder weiterentwickeln möchtest. Das ist eine sehr gute Eigenschaft und mir geht es da genau so wie dir 🙂 So bleibt das Leben auch spannend und ich finde das Gefühl auch total schön, wenn man sich für ein Ziel angestrengt hat und es dann mit viel Mühe erreicht.
    Ich wünsche dir noch einen wundervollen Abend :-*
    Viele liebe Grüße
    Jasmin

  • Reply
    Ruth
    30/01/2017 at 21:33

    Ein wunderbarer Text.
    Ich erinnere mich, dass ich es schon als Kind komisch fand drüber nachzudenken, was mich eigentlich ausmacht.
    Warum bin ich ich?
    Warum sehe ich durch meine Augen?
    Irgendwann ging die Frage im normalen Alltag unter, ich bin auch nicht perfekt.
    Aber was ich wichtig finde, ist an sich selbst zu wachsen, nicht stillzustehen.
    Danke also für den wunderbaren Text.
    Liebe Grüße
    Ruth

  • Reply
    Caro
    10/02/2017 at 15:48

    Liebe Anna Lucia, ich fand deinen Beitrag fantastisch! Mir geht es genauso. Ich könnte nicht anders, als ständig in Entwicklung zu sein, und ich liebe dieses Gefühl, etwas „besseres“ aus mir zu machen, und rückblickend zu sehen, was sich in den vergangenen Jahren alles tun durfte. Manchmal ist es wirklich anstrengend… sobald man auf diesem Weg ist, und sich auch dieses Ziel setzt, kommen die Herausforderungen immer wieder ins Leben… Ab und zu wünsche ich mir dann auch etwas Ruhe, aber nur vorübergehend.
    Das mit dem „perfekt sein“ ist ja letztendlich nur eine Hilfe, sich erst einmal anzunehmen, so wie man ist, statt in einer Haltung von Widerstand zu sein. Die bringt ja auch nichts. Als ich erkannte, dass ich durch meine Eigenheiten nicht perfekt im absoluten Sinne bin, aber dafür einzigartig bin, war dann auch erstmal eine Basis geschaffen, sich aus einer positiven Haltung heraus verändern zu können.
    Liebe Grüße und alles Gute auf deinem Weg
    Caro

    • Reply
      AnnaLucia
      10/02/2017 at 23:11

      Liebe Caro, vielen Dank für den tollen Kommentar! Du hast mit all Deinen Aussagen vollkommen recht, ich kann Dir nur zustimmen 🙂
      Jeder Mensch ist einzigartig und darauf kann man stolz sein 🙂

  • Reply
    shadownlight
    26/02/2017 at 10:52

    Hey, das hast du schön geschrieben und man sollte sich selber auch nie aus den Augen verlieren!
    Liebe Grüße!

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